Das berühmte Hofbräuhaus am Platz l in München ist über die Grenzen Deutschland weit bekannt. Was jedoch wenige wissen, ist dass es früher sogar zwei Hofbräuhäuser gab. Herzog Wilhelm V. gründete am 27. September 1589 auf dem Gelände der damaligen Münchner Herrscherresidenz eine Braunbierbrauerei. Dieses erste Hofbräuhaus existierte bis ins Jahr 1808 und lag nur wenige Schritte vom heutigen Hofbräuhaus entfernt. Herzog Maximilian I. errichtete 1607 sein herzogliches Weißbierbrauhaus und schuf damit das historische Fundament für das heutige Hofbräuhaus. Im Hofbräuhaus werden seit jeher Traditionen gepflegt und sogar Rituale aus alten Zeiten wieder zum Leben erweckt. So ist es neuerdings am Stammtisch der Brauch, seine Maß nicht mit barer Münze, sondern, wie in den Anfängen des herzoglichen Brauhauses, mit Bierzeichen zu bezahlen. Wer als Stammgast zehn davon kauft, bekommt ein elftes als Treuerabatt. Das berühmteste Wirtshaus der Welt zog schon immer Besucher aus aller Welt an, hier ein kleiner Auszug der langen Liste:
-Wolfgang
Amadeus Mozart verbrachte 1780 gerne viel Zeit im Hofbräuhaus.
Seine Oper „Idomeneo“ wurde im Januar 1781 am
Münchner
Cuvilliéstheater uraufgeführt.
-Sissi,
die Kaiserin Elisabeth von Österreich zählte zu den
berühmtesten Gästen am Platzl. Wenn sie ihre
bayerische
Heimat besuchte, schaute sie gern hier vorbei, um in der
volkstümlichen, zwanglosen Umgebung ein paar Schluck
Münchner
Bier zu genießen
-Lenin:
der russische Revolutionsführer besuchte 1913 mit seiner
Ehefrau
Nadeshda das Hofbräuhaus. Seine Frau schrieb dazu in ihren
Lebenserinnerungen: „Besonders gerne erinnern wir uns an das
Hofbräuhaus, wo das gute Bier alle Klassenunterschiede
verwischt.“ Auch Kurzreisen München sind sehr beliebt.
-Josephine
Baker, die berühmte Tänzerin, war ebenso zu Gast wie
der
Streichholzmillionär Ivar Kreuger in den legendären
„Goldenen Zwanziger Jahren“. Das
Hofbräuhaus ist ein
muss für jeden Besucher der Stadt München. Ein
einmaliges
Erlebnis gespickt von bayrischen Traditionen.