Die Betriebshygiene in der Müncher Gastronomie




Wie in allen gastronomischen Einrichtungen soll es auch in München sauber sein. Das wollen natürlich auch die Wirte selbst, denn nur in einem sauberen Lokal gelingt die Schweinshaxe und schmecken die Schokolade Rezepte. Eine neue Idee der Verbraucherschutz-Minister soll Gästen dabei helfen, die sauberen Lokale von den weniger reinen zu unterscheiden.

 

Die Hygiene-Ampel

 

Das sogenannte „Kontrollbarometer“, oder im Volksmund auch als „Hygieneampel“ bezeichnet, dient lediglich den Gästen eines Lokals und hilft bei der Auswahl des richtigen Restaurants. Das Barometer bedient sich an den Farben rot, gelb und grün, wobei grün für eine ausgezeichnete bis exzellente Einhaltung der Hygiene-Vorschriften steht und rot für das genaue Gegenteil.

 

Die Minister möchten die Ampel am liebsten schon zum 1. Januar nächsten Jahres einführen, denn Sie sehen in der Ampel einen Anstoß zur Verbesserung der hygienischen Zustände Münchens. Allerdings sind die Wirte nicht annähernd so begeistert wie Minister. Sie sind zwar auch gegen Schmutzfinke in Münchener Gastronomie-Bereich, dennoch ist eine Hygiene-Ampel nicht die richtige Maßnahme. Denn die Bestimmungen sind so hoch, dass bei kleinsten Defiziten, welche innerhalb weniger Tage locker auszumerzen sind, die Ampel schon auf gelb stehen würde. Da es aber nicht genug Kontrolleure gibt, um alle Lokale in adäquaten Abständen zu besuchen, würde die Ampel auch nach der Beseitigung der Defizite noch im gelben Bereich stehen. Und die Gäste bleiben auch aus. Denn wer geht in ein Lokal, dessen Ampel auf gelb steht wenn es grüne Ampeln gibt?

 

Freiwilliges Gastro-Siegel

 

Deshalb sehen die Wirte in der Ampel eine große Gefahr für die Münchener Existenzen. Wenn die Gäste ausbleiben, gibt es vielleicht gar keine neue Kontrolle mehr, denn bis dahin musste der Laden bereits schließen.

Die Wirte haben hingegen einen Gegenvorschlag erarbeitet. Ein freiwilliges Gütesiegel soll die Teilnahme an Gastromanagement-Seminaren aufzeigen, an denen die Wirte teilnehmen können. So sehen die Gäste, welcher Wirt sich bemüht und bei wem wahrscheinlich bald die Schädlingsbekämpfung München vor der Tür steht.